Montag, 21. März 2005
Das Zeitalter der verschwundenen Information
Ein Slate-Artikel, schwungvoll betitelt mit The age of missing
information--the Bush administration's campaign against openness, nimmt sich der Problematik der Zensur von
(US-)Regierungsdokumenten an. Demnach sei nicht nur das Telefonbuch des
Pentagon aus dem Publikumsverkehr gezogen, sondern eine nicht
unerhebliche Menge an vorher frei zugänglichen Dokumenten. Länger
bekannt waren schon der Rückzug der Satellitenbilder, nun werden
technische Reports neu klassifiziert und schleichend weggesperrt. Das
hat nicht nur Auswirkungen auf die vielzitierten
Nuklearwaffennachbaugefahren via Bastelanleitung aus dem Internet,
sondern berührt die Transparenz des so gelobten staatlichen
Dokumentationsausstosses gewaltig. Mehr und mehr sorgt die
Bush-Regierung für Intransparenz über ihre Administrationspapiere, und
spätestens bei der Landesverteidigung hört der Spaß der freien
Information auf. Nicht, dass ich so scharf darauf wäre,
Nuklearwaffentechnologietheorie unter das Volk zu bringen. Steven
Aftergood hält davon allerdings nicht allzu viel:
Information is the oxygen of democracy. Day by
day, the Bush administration is cutting off the supply.
(über Slashdot)
um 23:38 in /biblio [#]
DRM on BBC
Eine gute knappe Analyse von Bill Thompson über den Stand des Digital Rights
Management gibt es seit Freitag bei der
BBC.
um 23:07 in /tech [#]
