Dienstag, 21. Dezember 2004
Die Seelenruhe (Betrachtungen des Spiels, II)
Heute: Ein Stoiker über entspannende Wirkungen.
Man sollte sich Entspannung gönnen; leistungsfähiger und lebhafter
werden wir uns nach der Ruhepause erheben. Wie man fruchtbare Felder
nicht überfordern darf - rasch nämlich erschöpft sie eine
ununterbrochene Fruchtfolge -, so schwächt die geistigen Energien
ständige Anstrengung. [...] Auch wären die Menschen nicht so
leidenschaftlich darauf erpicht, wenn nicht ein geradezu natürliches
Vergnügen mit Spiel und Scherz verbunden wäre. Überläßt man sich dem
aber ständig, nimmt es einem alle Würde, alles Gewicht. Auch der
Schlaf ist ja zur Erholung nötig, doch schläft man Tag und Nacht
ununterbrochen, ist's der Tod.
Seneca, De tranquilitate animi 17, übers. von G. Fink, in: Seneca für
Gestreßte (Insel 1997).
um 00:24 in /literatur [#]
Was haben Softwarepatente und Fische gemeinsam?
Beide fangen ziemlich schnell an zu muffeln. Die nun schon länger
schwelende Entscheidung zur Einführung von Logikpatenten in EU-Land
könnte am heutigen Dienstag vom EU-Landwirtschaftsrat unter Umgehung
der Verfahrensregeln durchgemogelt
werden. Die öffentliche Debatte ist aber noch nicht ausgestanden.
(Meldung Heise
Newsticker).
um 00:08 in /libresoft [#]
