Schnorchelfabrik Weblog : minimal blogging redux


Schnipsel zur Netzkultur, Informations-Allmende und Randgebieten

Freitag, 12. November 2004

Im Liegen lesen
Unschlüssig, ob ich der dunklen kalten Stadt noch meine Anwesenheit zumuten oder besser im Trockenen bleiben sollte -- schließlich hatte ich mich zum Wochenausklang nicht verabredet und war deshalb frei in meiner Entscheidung -- öffnete ich das einfachverglaste Fenster und ließ meinen Blick über die von den Straßenlaternen nur spärlich erleuchtete ruhige Straße schweifen. Nachdem das Laub fast zur Gänze von den Bäumen gefallen war, gab es wieder mehr Sichtkontakt zu den Nachbarn gegenüber. Im ersten Stock lag der junge schwarzhaarige Mann im hellerleuchteten Zimmer, über die bis zur Nasenspitze hochgezogene Bettdecke lugte ein Buch, welches er sichtbar genüsslich durchblätterte. Ein Stockwerk höher leicht rechts der nächste Mann, er auf einer Couch und noch voll bekleidet, mit einem dicken Schmöker in der linken Hand. Im Erdgeschoss brannte eine Kerze. Brauchte mich die Stadt? Ich griff also ins Regal und so lag auch ich in nun vollendeter Dreieinigkeit der lesenden Männer dieser Straße in der dunklen regenverhangenen Stadt.

um 22:22 in /rest  [#]

ZEIT-Lexikon klaut aus Web (sagt die taz)
In der schönen Rubrik Das gibt zu denken bezichtigt Dietmar Bartz das stolze und mächtig beworbene ZEIT-Lexikon des Plagiats: Die Website www.klaus-klausen.de enthält den Zeit-Eintrag fast wortwörtlich, nur mit viel weniger Fehlern als im Lexikon. Ich hab es aus lauter Schreck vor so viel Lexikonwerbung nicht überprüft. Gibt aber trotzdem zu denken.

um 22:20 in /schrift  [#]