Dienstag, 19. Oktober 2004
Brando Brand
Der Guardian
berichtet über die vorsorgliche Absicherung der Vermarktungsrechte
an Marlon Brando und spekuliert über den lukrativsten Markenschutz
seit Humphrey Bogart. Rebellische Brando-Tattoos werden also
lizenzpflichtig. Im Grunde nicht verkehrt (wer will andere schon von
seinem Tod profitieren lassen?). Nur Brando hat nichts mehr davon. Was
wir im Grunde schon von Micky Maus kennen: Märchenstoffe klauen, aber
die eigenen Geschichte möglichst für immer aus der Public Domain
verbannen. Könnte ja noch was wert sein.
um 23:02 in /copy [#]
World Intellectual Wealth Organisation
... lautet ein neuer Anti-WIPO-Vorschlag der Free Software Foundation Europe.
FSFE says that WIWO will be "dedicated to the research and
promotion of novel and imaginative ways to encourage the production
and dissemination of knowledge"
(Quelle: Slashdot)
um 22:50 in /copy [#]
Immer schön moralisch sauber bleiben
Menschenrechte sind eine wichtige Sache, zweifellos. Wer sie aber als
Argumentationshilfe gegen sogenanntes spielerisches Töten benutzt,
weiß nicht unbedingt, was sie eigentlich bedeuten. So wird das kürzlich
erfolgte, höchsteuropäisch bestätigte Verbot des (längst insolventen)
Bonner Laserdrome kaum zur Verbesserung der Kriminalitätsstatistik der
Bundesstadt beitragen können. Achtung der Menschenrechte (und -würde)
besteht nicht darin, Leuten in ihrer Freizeit das Fangenspielen zu
verbieten - ob man sie nun mit der Hand oder einem Lichtpunkt berührt.
Gleiches gilt für Computerspiele, welche zwar bei jedem neuen
Schulhofmassaker aus der Mottenkiste gezerrt werden, jedoch
glücklicherweise heute in der Medienwirkungsforschung weitaus
differenzierter behandelt werden. Aber manche Leute wollen halt davon
nix wissen. Mosaikum
kritisiert ganz zu Recht einen SZ-Artikel über die Verdoomung der
Republik.
um 22:45 in [#]