Donnerstag, 26. August 2004
Tragik der Wissensvermehrung
Bibliothekare wissen: Wissenschaft in Buchform ist ziemlich teuer -- ein
einziger Band vernichtet schon mal locker 150 Euro des Erwerbungsetats. Lisnews
bloggt über einen Zeitungsbericht, nach dem texanische Studenten die
teuren Schmöker aus dem Buchladen über die Grenze karren, um dort in günstigen
mexikanischen Copy-Shops Abzüge anzufertigen (um dann die Bücher wieder
umzutauschen). Was seltsam klingt, spart anscheinend bares Geld -- und
offenbart doch eine rechte Tragik: Wissenserwerb ist unerschwinglich.
Wenn man die Wahl hat zwischen exklusiven Print-Ausgaben, die sich nur die
Bibliotheken noch leisten können (müssen) und dem Abruf der gleichen
Informationen in kostengünstigen digitalen Netzen, dann fällt meine Entscheidung nicht
schwer.
Eine interessante weiterführende Diskussion dazu via
Slashdot: (are there any projects out there, beyond the P2P
networks, to distribute possibly-protected information by any means
neccessary?)
um 21:50 in /biblio [#]
Zürcher Bibliotheksneubau schwebt
Die NZZ
nimmt sich des "spektakulären Umbaus" des
Universitätsgebäudes Rämistrasse an und bestaunt die frische Architektur:
Dadurch,
dass der Einbau nur gerade an acht Punkten aufliegt, bleibt die Struktur
des alten Innenhofs weitgehend erhalten und deutlich ablesbar, womit einer
Anforderung der Denkmalpflege Rechnung getragen werden konnte. Entstanden
ist eine weiträumige, durch keinerlei Stützen blockierte Halle, über
welcher der Bibliothekskoloss gleichsam zu schweben scheint
(Neue Zürcher Zeitung, 26. August 2004)
um 21:10 in /biblio [#]