Donnerstag, 26. Februar 2004
Der Schrecken ohne Ende, das Trivialpatent
Patente auf Zeit sind eine bewährte Einrichtung und fördern tatsächlich in
vielerlei Hinsicht die Innovationskraft der Unternehmen in einer freien
Wirtschaft. Absolut groteske Züge hingegen trägt das Unwesen der
Patenterteilung auf Algorithmen, Software- oder einfach Trivialpatent genannt,
wie unlängst sogar das Europäische Parlament festgestellt
hat.
Gar nicht erstaunlich, aber immer wieder furchteinflößend erscheinen dann die
Meldungen über neue abenteuerliche Vorschläge, die zudem noch ernstgenommen
werden müssen, wenn sie so wie folgendes Beispiel auf den Seiten des US Patent
Office nachzulesen
sind. Kurzum: Microsoft findet die Idee multipler virtueller
Desktops tatsächlich patentierungswürdig.
Ein Auszug:
Method for providing a desktop switcher to switch among multiple virtual
desktops in a graphical user interface being presented on a display of a
computer system, each virtual desktop having a background image that may be
different from the background image of another virtual desktop, the method
comprising: displaying a set of thumbnails, each thumbnail representing a
full-size virtual desktop of the multiple virtual desktops, and each thumbnail
having a background image that corresponds to the background image of the
full-size virtual desktop represented by the thumbnail [...]
Tolle Sache. Da müssen ja die Köpfe geraucht haben. Oder zuviel vor einem Linux-Windowmanager gesessen.
Dass nun auch Gerichte den Quasi-Monopolisten wg. Patentverletzung verurteilt
haben, ist da auch kein Trost. Put out the lights on the age of reason.
Trivialpatenttechnisch gibt es übrigens auch weiterhin gute Gründe, nicht mehr
bei Amazon zu shoppen (FFII Files
Opposition against Amazon).
(über Slashdot)
um 23:29 in /libresoft [#]
Erster Thinkatlon an der UB Tübingen
Die Universitätsbibliothek Tübingen ist Gastgeber der ersten
Thinkatlon-Diskussionsrunde am 12.03.2004.
Im Zentrum der eintägigen, deutschsprachigen Diskussionsrunde steht, wie die
Organisatoren bekannt geben, die Frage, welchen Nutzen Wirtschaft und
Wissenschaft aus der Open-Source-Bewegung ziehen können. Vertreter aus
Unternehmen, Universitäen, und Open-Source-Projekten wollen interessierten
Besuchern erprobte Technologien und Organisationsformen aus der
Open-Source-Praxis vorstellen und so die Arbeit als Wissenschaftler,
Software-Entwickler, Manager oder Berater mit Freier Software erleichtern.
(... berichtet Pro-Linux)
um 23:15 in /libresoft [#]
